 |
|
 |
   Bei der Energiegewinnung mittels Geothermie wird Dampf und heißes Wasser aus der Erde als Energiequelle genutzt. Dabei kann dieser Energieträger einerseits direkt als Wärmequelle (Oberflächengeothermie) oder zur Stromproduktion (Tiefengeothermie) eingesetzt werden. Weltweit produzieren gegenwärtig rund 300 Kraftwerke mit einer Kapazität von 8400 MW geothermischen Strom. Die bedeutendsten Nutzer dieser Energiequelle sind die USA, die Philippinen, Indonesien, Island und Mexiko.
In der Tiefengeothermie unterscheiden Geologen zwei Methoden Strom zu erzeugen:
- Hydro-Geothermie
Die Hydro-Geothermie sucht nach heißem Wasser im Gestein bis zu 5.000 m Tiefe und fördert es an die Oberfläche, um ihm dort die Wärme in Wärmetauschern zu entziehen oder Turbinen direkt anzutreiben. Für die Energiegewinnung hat sich das ORC- Verfahren und jüngst auch das Kalina- Verfahren bewährt.
- Hot-Dry-Rock-Verfahren (HDR)
Das Hot-Dry-Rock-Verfahren hingegen nutzt "trockene" und heiße Gesteinsschichten bis 7.000 m Tiefe. Bei diesem Verfahren wird Wasser von der Erdoberfläche mit hohem Druck ins heiße Gestein gepresst, wo es Klüfte und Risse erzeugt und sich in diesen Nischen erwärmt. Über eine zweite Bohrung wird das extrem heiße Wasser an die Oberfläche gefördert, wo ihm die Wärme technisch entzogen wird (Wärmetauscherprinzip).
|
|
 |
|
|